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Große Kleider für kleine Damen. Mode - Puppen
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Mode und Puppen stehen in engem Zusammenhang. Als Abbild bzw. Idealbild des Menschen spiegelt die Puppe auch Körperformen, Schönheitsideale und modische Kleidung, wie in der Ausstellung durch die Gegenüberstellung von Modepuppen und getragener Kleidung deutlich wird.
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Gleichzeitig mit dem Beginn der Haute Couture um 1860 in Paris kreierte der « Roi des poupées » (Puppenkönig) Pierre François Jumeau das Luxusspielzeug Modepuppe. Modern waren damals eine schmal geschnürte Taille und die Betonung des Gesäßes durch die Tournure. So gekleidet wie die feinen Damen der Pariser Gesellschaft hießen die ersten Modepuppen auch „Parisiennes“. Bis in die Gegenwart entwickelte sich die Modepuppe kontinuierlich weiter. Von 1900 bis 1950 rückte sie zwar durch den Einfluss der Reformbewegung und der Weltkriege etwas in den Hintergrund, erlebte seither aber eine zweite Blüte. Anziehpuppen aus Papier sowie verschiedene Teenager- und Ankleidepuppen griffen wie echte Models jeden Modetrend auf: vom Petticoat über Flower Power und Minirock bis hin zu Jeans und Lederjacke. Bild 1: Modepuppen spiegeln das Schönheitsideal der Zeit. Die nur durch die Schnürung mittels Korsett zu erreichende Wespentaille ist bei der Modepuppe aus dem 19. Jahrhundert (links) ebenso übertrieben dargestellt wie das schmale Becken der Barbiepuppe ein Jahrhundert später. |
Bild 1 |
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Maneken - Mannequin - Modepuppe
- Schaufensterpuppe - Model |
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Vermutlich schon im Spätmittelalter, sicher aber im 17. Jahrhundert schickte sich der Adel in Paris und London gegenseitig Puppen zu, sog. „Pandoren“, die mit der neuesten Mode bekleidet waren. Sie hießen auch „Maneken“ (niederl. „Männchen“), was sich von den hölzernen Gliederpuppen der Maler ableitete. Französische Schneider nannten ab 1876 ihre aus Weiden geflochtenen Büsten „Mannequin“. In Frankreich wurde er von Anfang an für die Damen auf dem Laufsteg gebraucht, während er sich in Deutschland zunächst nur auf die Schau- fensterpuppen bezog. Die Gestalt aller „Präsentationshilfen“ für Mode, ob leblos oder lebendig, ist wechselnden Schönheitsidealen unterworfen. Kritik an extremen Körperformen und den gesundheitlichen Folgen gibt es ebenso lang wie das Phänomen Mode. Gegen- wärtig wenden sich die Initiativen „Für wahre Schönheit“ und „Ohne Models“ gegen den anhaltenden Schlankheitswahn. Bild 2: Neben den 29cm Puppen gab es in den 1950er und 1960er Jahren auch größere Teenagerpuppen in modischen Kleidern. Die abgebildeten stammen von Edmund Knoch, Rödental / Mönchröden |
Bild 2 |
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Bild oben links und Bild oben
rechts:
Aufnahmen aus der Sonderausstellung Mode |
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Bild rechts: Teepuppen sind ein Sondersammelgebiet des Coburger Puppenmuseums, dem einzigen in Europa mit einer dauerhaften Teepuppenabteilung! Mit ihnen wurden von etwa 1900 bis 1930 Kannenwärmer und andere Gegenstände verziert. In der Ausstellung stehen sie für die Frisurenmode der 1920er Jahre. |
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Text und Fotos: Coburger Puppenmuseum |
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